Kissinger Sommer

Förderverein Kissinger Sommer e.V.

Jahresversammlung Förderverein Kissinger Sommer

Dezember 2011

Mit Stolz blickte der Vorstand des Fördervereins Kissinger Sommer bei der Jahresversammlung Anfang Dezember auf das Jahr 2011 zurück. Die Arbeit des Vereins sei erfolgreich gewesen, sagte Vorsitzender Anton Schick. Mit Zahlen bestätigte dies Schatzmeister Bernd Müller. Die Lage sei besser als 2010, wo man wegen des Festival-Jubiläums etwas über die Verhältnisse gelebt habe. Derzeit, so Müller, verfüge der Förderverein über einen Überschuss von 17.390 Euro. Den Einnahmen von 114.884 Euro stünden Ausgaben von 97.494 Euro gegenüber.
Die Spendensumme von Förder-, Firmen-, Einzel- und Familienmitgliedern sowie aus Zusatzspenden betrage über 98.000 Euro. Die Mitgliedsbeiträge belaufen sich auf 16.800 Euro. Besonders hob der Schatzmeister eine Spende von 1525 Euro hervor, die anlässlich eines besonderen Ereignisses übergeben worden war.
Die Zahl der Mitglieder beträgt laut Statistik 1121, davon sind 794 Einzelmitglieder, 276 Familien-, 30 Firmen- und 21 Fördermitglieder. An der Struktur hat sich nichts geändert, 65 Prozent sind Auswärtige, der Rest Kissinger.
Ein Wermutstropfen trübte allerdings die Stimmung: Der Vorstand registrierte 40 Austritte. Einige Mitglieder seien verstorben und aus der Kartei gelöscht worden, so Bernd Müller. Die Ausgetretenen jedoch beklagten, dass es in Bad Kissingen kein adäquates Hotel mehr gebe und sie deswegen nicht kommen werden.
Die finanzielle Unterstützung des Kissinger Sommers sagte der Vereinsvorstand auch für 2012 zu. Ob es wie im vergangenen Jahr 80.000 Euro sein werden, ließ Anton Schick offen. Aber er versprach einen ansehnlichen Betrag.
Kassenprüfer Manfred Ebel, der mit Thomas Littig die Buchhaltung geprüft hatte, bescheinigte eine korrekte Buchführung. Die Entlastung des Vorstands wurde von den Mitgliedern einstimmig erteilt.
Traditionsgemäß hatte Intendantin Kari Kahl-Wolfsjäger das letzte Wort: Sie stellte das Programm des Kissinger Sommers 2012 mit Schwerpunkt England und Amerika vor.

Dr. Ursula Lippold


25 Jahre Kissinger Sommer

August 2011

25 Jahre Kissinger Sommer ist eine besondere Erfolgsgeschichte, die mit dem 26.Festival in diesem Jahr fortgeschrieben wurde. Und das in bemerkenswerter Weise. Die Auslastungszahlen wurden im Vergleich zum Vorjahr übertroffen: Zwei Prozent mehr verkaufte Karten, das sind 1500 Besucher mehr als 2010. Die Auslastung lag bei 90 Prozent, über 30.000 Musikliebhaber besuchten insgesamt 53 Konzerte.
Die Freude bei den Veranstaltern über dieses Ergebnis ist groß. „Wir hatten einen sehr guten Kissinger Sommer“, resümierte Oberbürgermeister Kay Blankenburg bei der Abschlusspressekonferenz. Für Gerhard Glöckler ein schöner Abschluss, denn für den Referatsleiter des Kissinger Sommer-Büros war es das letzte Festival. Er verabschiedet sich nach über zwei Jahrzehnten zum Ende dieses Jahres aus dem offiziellen Dienstverhältnis. Anlass für Intendantin Kari Kahl-Wolfsjäger, ihm die Verkündung des positiven Ergebnisses zu überlassen.
Mit beigetragen zu diesem Erfolgssommer haben die Sponsoren, allen voran der Förderverein Kissinger Sommer. In traditioneller Manier übergab der Vereinsvorstand beim Empfang im Rossini-Saal nach der Abschlussgala dem Stadtoberhaupt wieder einen Scheck in Höhe von 80.000 Euro. Insgesamt konnte der Förderverein seit Bestehen 1,36 Millionen Euro für das Festival zur Verfügung stellen, gab Vorstandsvorsitzender Anton Schick bekannt.
Zur Tradition gehört auch, dass an diesem Abend der Luitpoldpreisträger vorstellt wird. In diesem Jahr wurde die junge Sopranistin Anna Lucia Richter von der Jury ausgewählt. Mit List hatte die Intendantin die Künstlerin noch einmal nach Bad Kissingen gelockt, um ihr den Preis überreichen zu können. Sie habe Wichtiges mit ihr zu besprechen, persönlich, hatte sie ihr gesagt. Anna Lucia Richter setzte sich in den Zug und war pünktlich zur Stelle.
Die Übergabe von Urkunde und Scheck auf der Bühne im Großen Saal nach dem Konzert verlief allerdings etwas unglücklich. Die Musiker waren gegangen, das Publikum im Saal tat es ihnen gleich. So gab es Bewegung und Unruhe, gepaart mit viel Unaufmerksamkeit. Ein würdigerer Rahmen wäre der Empfang beim Förderverein gewesen. Immerhin ist der Luitpoldpreis mit 5000 Euro dotiert, und für die hoch begabten Nachwuchskünstler ist dieser Preis eine wichtige Anerkennung. Dafür leisten die Mitglieder des Fördervereins Kissinger Sommer ihren Beitrag.

Von Dr. Ursula Lippold


Herren-Trio erhielt wieder einstimmig das Vertrauen

Dezember 2010

Großzügig war die finanzielle Unterstützung des Fördervereins Kissinger Sommer zum 25. Festival in diesem Jahr. Einen 100.000 Euro-Scheck konnte das Stadtoberhaupt Kay Blankenburg vom Vereinsvorstand entgegennehmen. Nun muss der größte Sponsor des Festivals schauen, dass wieder Geld in die Kasse kommt. Und so ließ es sich nicht mehr umgehen, Beitrag und Spenden etwas zu erhöhen. „Es ist das erste Mal, aber es muss sein“, sagte Schatzmeister Bernd Müller bei der Jahresversammlung am 2. Dezember 2010 im Kaiserhof Victoria. Er stellte die „maßvolle“ Anpassung vor, die von allen anwesenden Mitgliedern befürwortet wurde. Demnach wird der Beitrag von 10 auf 15 Euro erhöht, die Spenden für Einzelmitglieder von 50 auf 60 Euro, für Familienmitglieder von 20 auf 30 Euro, für Firmenmitglieder von 300 auf 400 Euro, für Fördermitglieder von 1.100 auf 1.200 Euro.
Da die Amtszeit dieses Jahr auslief, stellte sich das Trio mit dem Vorsitzenden Anton Schick, seinem Stellvertreter Hans Ulrich Finger und dem Schatzmeister Bernd Müller noch einmal zur Wahl. Einstimmig sprachen ihnen die anwesenden Mitglieder ihr Vertrauen aus. Ebenso der Schriftführerin Hilla Schütze und den beiden Kassenprüfern, Manfred Ebel und Thomas Littig. Zuvor hatten die Anwesenden nach dem Kassenprüferbericht dem Vorstand Entlastung erteilt.
In seinem Bericht verwies Anton Schick auf die gestiegene Zahl der Mitglieder. 1127 zählt derzeit der Förderverein, 29 mehr als im Dezember 2009. Davon sind 794 Einzelmitglieder, 252 Familien-, 31 Firmen- und 22 Fördermitglieder. Allerdings seien über 290 Personen in den letzten Jahren ausgeschieden, so der Vorsitzende.
Die Mitgliederstruktur zeigt die überregionale Bedeutung des Kissinger Sommers. 65 Prozent kommen von auswärts, die restlichen 35 Prozent sind Kissinger.
Stolz kann der Förderverein auf die bisher geleistete Unterstützung sein. Laut Schick wurden insgesamt 1,34 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Darin enthalten sind 60.000 Euro für den Luitpoldpreis, der mit jeweils 5.000 Euro dotiert ist und bereits zwölf Mal vergeben wurde. Auch 2011 können die Veranstalter des Festivals auf den Förderverein zählen. Anton Schick sprach von einer „angemessenen“ Summe für nächstes Jahr.
Zügig legte Bernd Müller den Kassenbericht vor. Die Beitragseinnahmen belaufen sich auf knapp 11.200 Euro, die Ausgaben auf rund 9.000 Euro. Insgesamt sind an die 80.000 Euro Spenden reingekommen.
Aufgenommen wurde die Anregung eines Besuchers, das Programm des Kissinger Sommers auch in englischer Sprache auf die Homepage des Fördervereins zu stellen. Unmutig zeigten sich Mitglieder - allen voran Eduard Lintner - darüber, dass in der neuen Werbebroschüre der Staatsbad GmbH der Kissinger Sommer nicht einmal erwähnt ist.
Zum Abschluss stellte wie üblich Intendantin Kari Kahl-Wolfsjäger das neue Programm für 2011 mit dem Schwerpunkt Ungarn vor.

Dr. Ursula Lippold


Rekordsumme für Jubiläumsfestival 2010

Juli 2010

Es war ein ehrgeiziges Ziel, dass der Förderverein Kissinger Sommer im Jahr 2010 anstrebte, und er hat es geschafft. Zum 25. Festival übergab der Vereinsvorstand dem Oberbürgermeister Kay Blankenburg einen symbolischen Scheck über 100.000 Euro. Das sind 20.000 Euro mehr als im Vorjahr. Dafür gab es viel Applaus beim Empfang nach dem Konzert am letzten Festivalwochenende. Aber Vorsitzender Anton Schick warnte mit einem Schmunzeln vor zu viel Optimismus: Es werde nicht jedes Jahr jetzt 20.000 Euro mehr geben.
Ein strahlendes Stadtoberhaupt dankte dem Vorstand und den Mitgliedern für diese Großzügigkeit zum Jubiläumsfestival. Ohne den Förderverein gäbe es den Kissinger Sommer so nicht, sagte er anerkennend. Der Verein sei eine „Bürgerinitiative“ für hoch klassische Kultur und gegen Anspruchslosigkeit, für höchstes Niveau und gegen Einerlei und Niedergang.
Beim Empfang im Rossini-Saal gab Anton Schick einen aktuellen Stand über die Entwicklung des Fördervereins. Ihm gehören 1090 Mitglieder an. Seit seiner Gründung im Jahr 1992 seien 1,28 Millionen Euro in die Stadtkasse geflossen. Hinzu kämen Einladungen für Künstler und Vereinsmitglieder, unterstützt werde auch der Kissinger KlavierOlymp. Außerdem werde seit zehn Jahren der Luitpoldpreis mit jeweils 5000 Euro ausgelobt. Das allein summiere sich auch schon auf über 1,4 Millionen Euro.
In diesem Jahr erhielt der chinesische Tenor Kejia Xiong den Luitpoldpreis. Er war beim 25. Festival Teilnehmer des Meisterkurses bei Silvana Bazzoni-Bartoli am 8.Juni. Dort hatte er trotz leichter Indisponiertheit wegen eines grippalen Infektes überzeugt. Die Leistungen von Kejia Xiong als belcanto-Sänger wurden bereits mit mehreren Preisen belohnt. Seit 2007 studiert er an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ in Berlin.

Dr. Ursula Lippold